11.05.2020

Warum Videokonferenzen nur von Anbietern aus der Europäischen Union

Aktuell ein Profiteur der Corona Krise ist die US-Firma Zoom Video Communications aus dem kalifornischen San José im Silicon Valley. Wer im Homeoffice arbeitet braucht fast immer eine Software, um Audio- oder Videokonferenzen aufzubauen.

Zoom nimmt für sich in Anspruch, die derzeit bequemste und bedienungsfreundlichste Plattform für solche Online-Konferenzen anzubieten. Doch nachdem die Firma in den USA beheimatet ist und somit dem US-Recht unterliegt, können jederzeit US-Behörden Zugriff auf sämtliche Nutzerdaten verlangen und auf diese Weise Firmengeheimnisse ebenso abgreifen wie eines persönlichen privaten Gesprächs, denn europäische Datenschutzstandards gelten in den USA nicht. 

Mit der seit Mitte März eröffnete „Homeoffice-Offensive“ ist Zoom mit ihrer Videokonferenz-Lösung bei Unternehmen, Bildungseinrichtungen und sogar Behörden sehr beliebt, denn die Software ist schnell installiert. Eine Videokonferenz ist binnen kürzester Zeit aufgesetzt und das Ganze gibt es auch noch kostenlos neben einer Abo-Variante. Die Begeisterung ist groß, doch dann stellte sich heraus, dass die Nutzer des kostenlosen Services von Zoom auch zahlten, und zwar mit ihren Daten zur Identifizierung des Nutzers, der Zeitzone und das verwendete Telekommunikationsnetz. Daten mit solchen Informationen sind ein Riesengeschäft für Werbetreibende und Anbieter für Werbebotschaften, denn so können sie genau platziert werden. Zudem sind mehrfach laufende Videokonferenzen gehackt oder quasi ganze Sessions übernommen worden (siehe „Zoombombing“). Die Datenschutzorganisation Digitalcourage e. V. rät deshalb davon ab, Zoom einzusetzen. Gleiches gilt für andere amerikanische Anbieter wie Skype, WebEx, Discord oder Facebooks Messenger Rooms.

Fragt sich also, welche Alternativen werden innerhalb der EU angeboten und somit EU-Recht unterliegen. Mit "webmeet" bietet unit.cloud eine Alternative an, deren Server sich in Deutschland befinden. Eine Software muss auf dem Client (PC, Smartphone) nicht installiert werden. Der Chrome-Browser sorgt für eine stabilere Videokonferenz. Alle Einstellungen erfolgen anhand eingeblendeter Symbole und Menüführungspunkte. Auch die Anzahl der Teilenehmer ist so gut wie unbegrenzt und richtet sich letztlich nach der insgesamt beanspruchten Bandbreite für alle Teilnehmer. Eine Testvariante wird für 14 Tage bereitgestellt und für bis zu 20 Teilnehmer kostet das Basispaket 7,99€ zzgl. Mwst. Außerdem kann auch die Hotline von Montag bis Freitag (08:00 bis 18:00h) angerufen werden wenn mal etwas nicht funktioniert.

 

webmeet
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